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Grundausbildung 21/22 vom 8. Mai 2022

"Diese Ausbildung ist eine tolle inhaltliche Einführung, eine intensive Gruppenerfahrung und eine persönliche Bereicherung, die ich nicht missen möchte."

Max Ellner, Jurist


"Die Weiterbildung ist eine Bereicherung – beruflich wie privat"
Teilnehmer:in der Grundausbildung 2021/22


"Die Ausbildung hat mich sehr positiv überrascht. Mediation sollte auch im Kulturbetrieb etabliert werden."
Kuratorin, Teilnehmerin der Grundausbildung 2021/22


"Selten so viele Aha-Erlebnisse gehabt. Von Beginn an bereicherte die Ausbildung meinen Berufsalltag. Die Aussicht neben meiner Festanstellung als Mediatorin zu arbeiten, begeistert mich. Die Hospitationen, die hier möglich sind, geben mir Mut in die Praxis zu starten."
Verwaltungsfachkraft, Teilnehmerin der Grundausbildung 2021/22


Eine persönliche Rückschau

 

Liebe Mediation!


Puh! Es war nicht leicht für mich mit dir.


Die letzten Monate waren ein auf- und ab. So viel kann ich schon mal vorwegnehmen.


Doch ich beginne von vorne.


Dass wir uns begegnet sind, war kein Zufall. Du hast mich angezogen. Ich wollte mit dir zusammen sein, weil ich glaubte, von dir Kommunikations- und Gesprächsmethoden zu erlernen, die mir helfen, besser mit (hochstrittigen) Eltern zu arbeiten bzw. sprechen zu können. Vor allem, wenn es vereinzelt vorkommt, dass ich mit zwei Elternteilen ein gemeinsames Gespräch führe.


Ich habe jedoch schnell gemerkt, dass du viel mehr bist als das Erlernen von Gesprächstechniken, wie loopen, paraphrasieren, aktivem Zuhören oder normalisieren.


Mit Struktur im Sinne von strukturierter Gesprächsführung habe ich gerechnet. Mit einem strukturiertem 5-Phasen-Modell wurde ich überrascht.

 

Auch habe ich gemerkt, dass du mit meiner Tätigkeit als Verfahrensbeiständin eigentlich nicht so viel zu tun hast. Da es meine Aufgabe ist, die Interessen von Kindern im familienrechtlichen Verfahren zu vertreten und mein Fokus damit auf diesen liegt. Nicht darauf, die verschiedenen Konflikte der Eltern zu betrachten und mit diesen gemeinsam eine Lösung zu erarbeiten.

Zwar ist es auch mein Auftrag, an einer einvernehmlichen Regelung mitzuwirken. Jedoch den Verfahrensgegenstand betreffend. Und mein Job dabei ist ja, wie gesagt, die Vertretung der Kinder im Verfahren. Insofern kann ich nicht allparteilich sein. Was dir ja sehr wichtig ist. Auch wenn ich immer versuche, beiden Elternteilen neutral gegenüberzustehen.

 

Meine Irritation darüber, dass meine ursprüngliche Intention mit dir zusammenzukommen, mit meiner Realität nicht übereinstimmte, wich jedoch der Freude darüber, was mir im Kontakt mit dir alles begegnete. Besonders fand ich Gefallen an den Rollenspielen. Auch deshalb, weil ich die Gruppe und die daraus hervorgegangenen Dynamiken meist als sehr angenehm empfand.

 

Dann wurde ich krank. Ich fehlte in Modul III. Deinem Kernstück. Das Sammeln von Interessen und Optionen und deren Bewertung. Und natürlich dem Erarbeiten von Lösungen.


Ich war raus. Wir lebten uns auseinander. Es kamen Zweifel auf. Bist du wirklich das Richtige für mich? Kann ich mir eine Zukunft mit dir vorstellen? Wieso lasse ich mich auf dich ein? Wenn du mir nichts nutzt?

Zudem bemerkte ich, dass ich in den Rollenspielen das Mediieren von zwei Konfliktparteien als sehr herausfordernd empfand. Mich auf beide gleichermaßen zu konzentrieren, alles mitzubekommen und aufzufassen.


Lieber wollte ich wieder zu meinen Einzelgesprächen zurück.


Doch dann teilten mir die anderen mit, dass die Bildung von Peergroups Gestalt annahm. Das klang spannend.


Ich kehrte in Modul IV zu dir zurück. Ich war wieder Feuer und Flamme; Umgang mit Konflikten. Damit kenne ich mich ja aus. Doch ich lernte noch so viel Neues. Auch über mich selbst. Apropos. Ich lernte während der gesamten gemeinsamen Zeit mit dir eine Menge über mich. Über meine Triggerpunkte. Vor allem, was die Situation in der Gruppe anging. Mir wurde wieder einmal bewusst, wie schwierig es mir manchmal fällt, nicht zu werten und zu urteilen.

 

Dann kam das erste Peergrouptreffen. Die Stimmung war gut. Das Essen und Trinken lecker. Da machte es auch nichts, dass mich der Film, den wir schauten, etwas enttäuschte.


Übrigens ganz im Gegenteil zum Film über Wirtschaftsmediation, den wir beim zweiten Peergrouptreffen anguckten. Der Anfang gefiel mit jedenfalls gut. Ich bin schon gespannt, wie es weitergeht.

Das Essen war übrigens wieder einmal sehr lecker und der Ausflug nach Kleinmachnow war inspirierend für mich.

 

Liebe Mediation!


Auch wenn ich während unserer gemeinsamen Zeit oft mit mir selbst beschäftigt war, dir nicht immer gerecht werden konnte bzw. mich nicht immer auf dich einlassen konnte, so merke ich heute, wie sehr du mich bereichert hast. Ich habe so viel von dir mitgenommen.


Ich merke es im beruflichen Kontext; öfter als früher, höre ich mich sagen: „Das versteh ich.“ „Habe ich Sie da richtig verstanden?“ „Ich höre da raus... Kann das sein?“


Manchmal muss ich aufpassen, dass ich den Eltern nicht allzu viel Raum für ihre Konflikte und Positionen gebe, den sie zu gerne einnehmen.
Ich merke es aber auch in meinem Privatleben, wie sehr mich die Begegnungen mit dir berührt haben. Jedes Mal, wenn wir nach unseren gemeinsamen Wochenenden auseinandergingen, nahm ich mich selbst als gelassener und verständnisvoller war, zumindest für ein, zwei Stunden.

 

Liebe Mediation!


Es ist so schön, dass es dich gibt! Und so wichtig! Schade, dass nicht jeder die Möglichkeit hat, von dir zu profitieren. So könnte man sich manches Gerichtsverfahren sparen...

 

Nun gehen wir erst mal getrennte Wege! Doch ich nehme dich mit.


Ich freue mich über die Menschen, die ich über dich kennenlernen durfte, die mich inspiriert haben.

 

Ach ja. Manchmal denke ich aus uns könnte doch irgendwann etwas Ernsten werden. Vielleicht kreuzen sich unsere Wege ja schon früher als gedacht. Im November...


Bis dahin, lass und auf jeden Fall Freunde bleiben!

Deine Sara

 

Sara, Teilnehmerin der Grundausbildung Mediation 2021/22 im BIM


Grundausbildung Mediation 2018/19

" Ich habe das Mediationsmodell so gut gelernt und die mediatorische Haltung Menschen und Konflikten gegenüber so beeindruckend kennengelernt, dass das meine gesamte Arbeit grundsätzlich ändert."

Petra Seidler - Rechtsanwältin


"Als Nicht-Jurist und Nicht-Psychologe waren für mich alle Inhalte relevant und zugänglich. Das Curriculum der Ausbildung hat mich sehr überzeugt!"

Tobias Scholz


Aufbauausbildung Familienmediation 2018/19

"Eine Weiterbildung, die selbst für bereits aktiv tätige Mediatoren ein absoluter Gewinn ist.

Hochprofessionelle, praxiserfahrene Ausbilder führen durch eine abwechslungsreiche Ausbildung und sind offen für alle zusätzlichen persönlichen Fragen und Probleme.

Einzigartig in der Weiterbildung auch die praktischen Möglichkeiten von Hospitationen und eigener Arbeit in Co-Mediation."

Susann Uplegger - Diplom-Juristin und Mediatorin


Grundausbildung Mediation 2017/18

"Eine Fortbildung, die wirkt! Nach 120 Stunden zeigt sich in den Rollenspielen, dass wir nicht nur ein Zertifikat, sondern tatsächlich auch die Fähigkeiten (Techniken, Haltung, etc.) erworben haben, um selbst Mediationen durchzuführen."

Hans Hugo Hermann Zimmermann - Rechtsanwalt


"Sehr fundierte Ausbildung mit hochprofessionellen Ausbildern mit viel Erfahrung aus der Praxis. Sehr profitiert habe ich von der Hospitationsmöglichkeit im Verein. Unsere Gruppe plant nun einen gemeinsamen Webauftritt mit Mediationsangeboten."

Sabine Willutzki - Rechtsanwältin


"Diese Mediator*innenweiterbildung hat mich nicht nur beruflich sondern vor Allem auch persönlich weiter gebracht! Besten Dank an die tollen Ausbilder."

Annette Lewis -


Aufbauausbildung Familienmediation 2017/18

"Mir hat die Fortbildung sehr viel gebracht: neue Perspektiven, fachliche Horizonterweiterung, kreative Impulse, Motivation und Ermutigung für eigene Mediationen und ganz viel Spaß, dies mit euch und der Gruppe zu erarbeiten und zu entwickeln".

Annette Isheim - Dipl.-.Soz.Päd. - Leiterin Telefonseelsorge


"Am Aufbaumodul "Familienmediation" im BIM hat mich vor allem der einmalige Praxisbezug begeistert, der die Ausbildung im BIM von allen mir sonst bekannten Anbietern unterscheidet. Der Einstieg in die eigene Tätigkeit als Mediatorin / Mediator wird erleichtert und gefördert durch mögliche Hospitationen und durch die Möglichkeit einer eigenen Co-Mediation am ZIF. Auch die Ausbilder bilden ein ideales Co-Mediatorenpaar mit psychosozialem und juristischem Hintergrund, so dass beide Blickwinkel und unterschiedliche Ansätze einfließen können. Darüber hinaus verfügen die Ausbilder über ein schier unerschöpfliches Erfahrungswissen aus jahrelanger Mediationstätigkeit in eigener Praxis. Die Stimmung innerhalb der Ausbildungsgruppe war auch sehr gut, die Gruppe war nicht zu groß und in den sogenannten Literaturgruppen konnten wir uns zwischen den einzelnen Modulen über Fälle und andere Themen intensiv austauschen. Fragen oder Probleme konnten auch jederzeit mit den Ausbildern diskutiert werden. Besonders wertvoll waren auch die in die Ausbildung integrierten Supervisionstage, an denen wir "echte" Fälle und Praxisfragen durchsprechen und -spielen konnten. Ich kann die Ausbildung zu 100% weiterempfehlen!"

 Inga Groth - Juristin im Justiziariat der Deutschen Emissionshandelsstelle / Umweltbundesamt


Frühere Ausbildungsjahrgänge

„Ohne Mediations-Ausbildung wäre meine berufliche Neuorientierung mit Mitte 40 nicht geglückt. Als international tätiger freiberuflicher Organisationsberater, Moderator und Mediator habe ich von der gründlichen BIM-Ausbildung mit über 200 Stunden und meiner anschließenden Assistenz-Zeit in der Ausbildung sehr profitiert. Familien-Mediation war eine exzellente Grundlage für meine heutige Arbeit mit Regierungsstellen und Organisationen. Besonders klasse fand ich den Mix verschiedener Berufs-Perspektiven im BIM-Ausbildungsteam.“ 

Albert Eckert


Ein ausschlaggebender Motivationsgrund die Ausbildung zur Mediatorin zu machen war die immer wieder gehörte Aussage vieler meiner Freunde ich sei viel zu verständnisvoll und könnte allem etwas Gutes abgewinnen. Außerdem würde ich nie Position beziehen und jede Meinung akzeptieren. 

Der leicht vorwurfsvolle Ton darin verwunderte mich, denn ich sah diese Eigenschaften nicht als negativ an.

Die Ausbildung beim BIM zeigte mir wie vielfältig und unterschiedlich die beruflichen Herkünfte der Menschen in einer Gruppe seinen können in der alle das Ziel haben Mediator zu werden. 

Ich ging als bildende Künstlerin mit pädagogischem Hintergrund in die Ausbildung. Glücklicherweise traf ich während der Ausbildungszeit auf eine Person, die mich in meinen „Begabungen“ so gut erkannte, dass sie mir das Vertrauen zukommen ließ den beruflichen Weg des Verfahrensbeistandes einzuschlagen. Die Mediationsausbildung und mit ihr das Erlernen verschiedenster Fragetechniken gaben mir den nötigen Mut diesen beruflich für mich ganz neuen Weg zu begehen. Ich arbeite nunmehr seit 4Jahren als Verfahrensbeistand und bediene mich regelmäßig und mit großer Begeisterung den Mitteln und Techniken der Mediation. 

Ich empfehle oft beim Gericht das ZIF als Anlaufstelle für Mediation. Ich hebe immer besonders hervor, dass die Mediation hier von einem Mann und einer Frau durchgeführt wird und einer im besten Fall juristische der andre psychosoziale Kompetenzen besitzt.

Die BIM-Ausbildung hat mir extrem viel Freude gemacht und mir beruflich neue Horizonte eröffnet. Zudem habe ich nach wie vor Kontakt mit meiner „Gruppe“ aus der Ausbildung. Wir treffen uns regelmäßig zum Austausch und Netzwerken."

Barbara Hilski - Verfahrensbeistand


"Seit nun mehr 23 Jahren bin ich als Grundschullehrerin tätig; dieser Beruf ist meine Berufung, und ich übe ihn nach wie vor mit Freude und Leidenschaft aus. Die Anforderungen an Lehrer und deren Tätigkeit haben sich sehr verändert. Als mir dies vor einigen Jahren bewusst wurde, war mir schnell klar, dass ich etwas für mich und meine Profession tun muss. Ich hielt Augen und Ohren offen und immer wieder begegneten mir Menschen, die sich Mediatoren nannten. Mein Interesse war geweckt ... 

Trotz gerade geborenen dritten Kindes meldete ich mich deshalb für die Ausbildung zur Mediatorin beim BIM an und im Nachhinein stellte sich sehr schnell heraus, dass dies einer der besten Schritte in meinem Leben war. Natürlich war es mit großem organisatorischen Aufwand verbunden, jeweils vier Tage am Stück aushäusig zu sein, aber nach jedem Blockseminar kam ich erfüllt und angeregt nach Hause, viele Themen arbeiteten in mir. Mein Mann, meine Kinder, meine Freunde und mein gesamtes Umfeld in der Schule profitierten sehr schnell von meiner Ausbildung zur Mediatorin. Meine Haltung den Menschen gegenüber änderte sich grundlegend. Ich habe durch die Ausbildung zur Mediatorin gelernt, wie wichtig es ist, jemandem, egal ob Kind, Jugendlicher oder Erwachsener, wirklich zuzuhören, ihn ernst zu nehmen, egal, wie bedeutend sein Problem objektiv betrachtet wirklich sein mag. Ich habe auch begriffen, wie wichtig es ist herauszufinden, was hinter dem eigentlichen Problem steckt, und was es gerade braucht, damit mein Gegenüber den „nächsten Schritt gehen“ kann. Ich habe gelernt, Fragen zu stellen, nachzufragen, um zu verstehen, einem Menschen zu zeigen, dass er mich interessiert. Das hilft im privaten Leben, im schulischen/beruflichen Kontext und natürlich in den eigentlichen Mediationssitzungen. Menschen so anzunehmen wie sie sind, ohne sie zu be- oder verurteilen, ist eine Haltung, die ich in der BIM-Ausbildung zur Mediatorin gelernt habe. Das lag unter anderem daran, dass uns Auszubildenden viele Möglichkeiten eingeräumt wurden, sich auszuprobieren: Wir erhielten viel Zeit für Rollenspiele, jeder musste in die einzelnen Rollen schlüpfen, und wir bekamen viele Vorbilder gezeigt, so dass man sich anschließend selbst wieder ausprobieren konnte. Das war das Großartige an den Blockseminaren und der zeitintensiven Arbeit.  

Durch meine Ausbildung zur Mediatorin lernte ich auch, selbst an meine Grenzen zu gelangen, durch das Hineinfühlen in unterschiedliche Rollen erlebte ich es z.B. hautnah, wie sich jemand fühlen muss, der gerade keinen Ausweg sieht. Das alles waren prägende Erfahrungen, für die ich sehr dankbar bin. 

Im schulischen Kontext hilft mir meine Mediatorenausbildung im täglichen Umgang mit Kindern, Kollegen und Eltern. Schule birgt ein so hohes Konfliktpotenzial, dass ich es für mich und meinen Alltag täglich aufs Neue als große Bereicherung empfinde, die Ausbildung absolviert zu haben. Bringt man wütenden Eltern gegenüber Verständnis auf, schafft man es, sie positiv zu konnotieren, sie in ihrer Überforderung zu spiegeln, gehen häufig alle schon „zugeschlagenen Türen“ wieder auf. Und allein bereits das bewirken zu können,  beruht letztlich auf einer Entscheidung, die sich in der Rückschau als eine meiner besten dargestellt hat – Mediatorin werden zu wollen.

Petra Bärwaldt


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