„Ohne Mediations-Ausbildung wäre meine berufliche Neuorientierung mit Mitte 40 nicht geglückt. Als international tätiger freiberuflicher Organisationsberater, Moderator und Mediator habe ich von der gründlichen BIM-Ausbildung mit über 200 Stunden und meiner anschließenden Assistenz-Zeit in der Ausbildung sehr profitiert. Familien-Mediation war eine exzellente Grundlage für meine heutige Arbeit mit Regierungsstellen und Organisationen. Besonders klasse fand ich den Mix verschiedener Berufs-Perspektiven im BIM-Ausbildungsteam.“ 

Albert Eckert


Ein ausschlaggebender Motivationsgrund die Ausbildung zur Mediatorin zu machen war die immer wieder gehörte Aussage vieler meiner Freunde ich sei viel zu verständnisvoll und könnte allem etwas Gutes abgewinnen. Außerdem würde ich nie Position beziehen und jede Meinung akzeptieren. 

Der leicht vorwurfsvolle Ton darin verwunderte mich, denn ich sah diese Eigenschaften nicht als negativ an.

Die Ausbildung beim BIM zeigte mir wie vielfältig und unterschiedlich die beruflichen Herkünfte der Menschen in einer Gruppe seinen können in der alle das Ziel haben Mediator zu werden. 

Ich ging als bildende Künstlerin mit pädagogischem Hintergrund in die Ausbildung. Glücklicherweise traf ich während der Ausbildungszeit auf eine Person, die mich in meinen „Begabungen“ so gut erkannte, dass sie mir das Vertrauen zukommen ließ den beruflichen Weg des Verfahrensbeistandes einzuschlagen. Die Mediationsausbildung und mit ihr das Erlernen verschiedenster Fragetechniken gaben mir den nötigen Mut diesen beruflich für mich ganz neuen Weg zu begehen. Ich arbeite nunmehr seit 4Jahren als Verfahrensbeistand und bediene mich regelmäßig und mit großer Begeisterung den Mitteln und Techniken der Mediation. 

Ich empfehle oft beim Gericht das ZIF als Anlaufstelle für Mediation. Ich hebe immer besonders hervor, dass die Mediation hier von einem Mann und einer Frau durchgeführt wird und einer im besten Fall juristische der andre psychosoziale Kompetenzen besitzt.

Die BIM-Ausbildung hat mir extrem viel Freude gemacht und mir beruflich neue Horizonte eröffnet. Zudem habe ich nach wie vor Kontakt mit meiner „Gruppe“ aus der Ausbildung. Wir treffen uns regelmäßig zum Austausch und Netzwerken."

Barbara Hilski, Verfahrensbeistand


"Seit nun mehr 23 Jahren bin ich als Grundschullehrerin tätig; dieser Beruf ist meine Berufung, und ich übe ihn nach wie vor mit Freude und Leidenschaft aus. Die Anforderungen an Lehrer und deren Tätigkeit haben sich sehr verändert. Als mir dies vor einigen Jahren bewusst wurde, war mir schnell klar, dass ich etwas für mich und meine Profession tun muss. Ich hielt Augen und Ohren offen und immer wieder begegneten mir Menschen, die sich Mediatoren nannten. Mein Interesse war geweckt ... 

Trotz gerade geborenen dritten Kindes meldete ich mich deshalb für die Ausbildung zur Mediatorin beim BIM an und im Nachhinein stellte sich sehr schnell heraus, dass dies einer der besten Schritte in meinem Leben war. Natürlich war es mit großem organisatorischen Aufwand verbunden, jeweils vier Tage am Stück aushäusig zu sein, aber nach jedem Blockseminar kam ich erfüllt und angeregt nach Hause, viele Themen arbeiteten in mir. Mein Mann, meine Kinder, meine Freunde und mein gesamtes Umfeld in der Schule profitierten sehr schnell von meiner Ausbildung zur Mediatorin. Meine Haltung den Menschen gegenüber änderte sich grundlegend. Ich habe durch die Ausbildung zur Mediatorin gelernt, wie wichtig es ist, jemandem, egal ob Kind, Jugendlicher oder Erwachsener, wirklich zuzuhören, ihn ernst zu nehmen, egal, wie bedeutend sein Problem objektiv betrachtet wirklich sein mag. Ich habe auch begriffen, wie wichtig es ist herauszufinden, was hinter dem eigentlichen Problem steckt, und was es gerade braucht, damit mein Gegenüber den „nächsten Schritt gehen“ kann. Ich habe gelernt, Fragen zu stellen, nachzufragen, um zu verstehen, einem Menschen zu zeigen, dass er mich interessiert. Das hilft im privaten Leben, im schulischen/beruflichen Kontext und natürlich in den eigentlichen Mediationssitzungen. Menschen so anzunehmen wie sie sind, ohne sie zu be- oder verurteilen, ist eine Haltung, die ich in der BIM-Ausbildung zur Mediatorin gelernt habe. Das lag unter anderem daran, dass uns Auszubildenden viele Möglichkeiten eingeräumt wurden, sich auszuprobieren: Wir erhielten viel Zeit für Rollenspiele, jeder musste in die einzelnen Rollen schlüpfen, und wir bekamen viele Vorbilder gezeigt, so dass man sich anschließend selbst wieder ausprobieren konnte. Das war das Großartige an den Blockseminaren und der zeitintensiven Arbeit.  

Durch meine Ausbildung zur Mediatorin lernte ich auch, selbst an meine Grenzen zu gelangen, durch das Hineinfühlen in unterschiedliche Rollen erlebte ich es z.B. hautnah, wie sich jemand fühlen muss, der gerade keinen Ausweg sieht. Das alles waren prägende Erfahrungen, für die ich sehr dankbar bin. 

Im schulischen Kontext hilft mir meine Mediatorenausbildung im täglichen Umgang mit Kindern, Kollegen und Eltern. Schule birgt ein so hohes Konfliktpotenzial, dass ich es für mich und meinen Alltag täglich aufs Neue als große Bereicherung empfinde, die Ausbildung absolviert zu haben. Bringt man wütenden Eltern gegenüber Verständnis auf, schafft man es, sie positiv zu konnotieren, sie in ihrer Überforderung zu spiegeln, gehen häufig alle schon „zugeschlagenen Türen“ wieder auf. Und allein bereits das bewirken zu können,  beruht letztlich auf einer Entscheidung, die sich in der Rückschau als eine meiner besten dargestellt hat – Mediatorin werden zu wollen.

Petra Bärwaldt